Laser-Run in Jena, Schwabach und Regensburg!

Sorry, irgendwie habe ich es verpeilt zu den einzelnen Wettkämpfen einzelne Beiträge zu schreiben, aber zu meiner Verteidigung: Es waren drei Wettkämpfe in drei Wochen, wobei der in Jena (für mich) nicht mal ein richtiger war… Jetzt musste das Ding aber schnell raus, denn Jahreshighlight Nummer 1 folgt in Woche 4! Aber mal langsam und der Reihe nach:

 

14.05./15.05.: Stop 1: Moderner Fünfkampf – Coupe de Coubertin in Jena

Los ging es mit der weitesten Reise der Wettkampfserie ins Thüringische Jena. Bei herrlichem Wetter kamen wir Samstag Mittag an, während die Fechtduelle der Älteren schon liefen. Geplant war hier „nur“ eine Begleitung der Kiddies, die beim Fünfkampf starteten, aber erst zum Schwimmen am Nachmittag in den Wettkampf einstiegen – also hatten wir eine gemütliche Anreise. Wir checkten erst im Hotel ein und machten uns dann auf zum Sportkomplex. Freiplätze, Schwimmbad, Hallen. Alles an einem Ort. Nicht übel! Wir genossen die Sonne während gefochten wurde und schickten die Kinder ins Schwimmbad um mit dem kleinen Hund draußen zu warten. Eine ganz ungewohnte Situation nicht hautnah dabei zu sein!

Die beiden machten ihre Sache aber den Erzählungen nach sehr, sehr gut und hatten sich die Pizza/Nudeln und das Eis beim gemeinsamen Essen mit der Gruppe aus Uffenheim am Abend verdient. Wieder ins Hotel, am nächsten Tag nochmal rüber gefahren zu den abschließenden (Laser-)Runs (je nach Alterskalle) und ich hatte doch noch meinen Auftritt! Zuerst rannten die Kleinen auf einem Interessanten Kurs quer durch die Sportanlagen, dann kamen die Größeren zum Laser-Run. Da irgendwie Bedarf aufkam schnappte ich mir einen meiner Tische samt Stativ und Ziel, stellte alles neben die „offiziellen“ Schießstände und startete einfach beim Laser-Run der Offenen außer Konkurrenz Kategorie mit. Meine Schießleistung war genauso schlecht wie ich auf das Ganze vorbereitet war – aber kein Wunder: wenn man den ganzen Tag draußen steht und dann ohen große Vorbereitung in der abgedunkelten Halle Schießen soll kann das ja nur in die Hose gehen. Zumindest konnte ich den anderen auf der Laufstrecke etwas einheizen 😉 A Propos Laufstrecke: Die war ebenfalls enorm interessant. Raus aus der Halle (durch eine fast normal breite Tür!), eine nicht gesperrte Straße queren, dann lange einen Weg runter Richtung Saale. Unten angekommen direkt an der ersten Brücke (vielleicht 25m weiter) um einen Pfosten wenden und alles wieder zurück. 1000m, davon geschätzt 400m runter und 400m wieder hoch. Wirklich interessant! 🙂 Aber durchaus lustig zu laufen.

Kurz danach war auch schon Siegerehrung und wir machten uns auf die Heimreise! Fazit des Wettkampfs: Nächstes Jahr gerne wieder, dann vielleicht auch als Aktiver teilnehmer 😉

 

21.05.: Stop 2: Goldschläger Laser-Run in Schwabach

In der folgenden Woche ging es dann zum vielleicht kürzesten Auswärtstrip den wir haben können: nach Schwabach. Die 48er wollen eine Abteilung Moderner Fünfkampf gründen, was sich durchaus auch anbietet, da sie bereits Leichtathletik, Schwimmen und besonders Fechten als Vereinsabteilungen haben. Also planten sie einen „Infotag Moderner Fünfkampf“ und luden zum ersten deutschen Laser-Run Ranglistenwettkampf der Saison ein. Die Bedingungen waren wieder tip top und die Bayrischen Vereine liesen sich nicht lumpen – neben vielen Starter*Innen aus Katzwang waren auch der Post SV, der SV Wangen, sowie das Team Oberpfalz vertreten. Ein paar andere bestimmt auch, sorry, das habe ich gerade nur nicht mehr im Kopf 🙂

Die Premiere in Schwabach hatte noch eine zweite Besonderheit zu bieten: Die Wettkämpfe fanden erstmals im neuen Format statt. Statt 200m/400m/800m Runden gab es nur noch 300m/600m zu Laufen (dafür in der Anzahl angepasst), wobei die 300m Runde fast 400m lang war. Auch die 600m Runde wurde anders geplant als damals bei der Bayrischen Meisterschaft im Modernen Fünfkampf. Man lief eine 400m Runde, dann nochmal ein Stück der Geraden, dort eine 180° Kehre und wieder durch die Kurve zurück in den Schießstand. Das war erstmals verwirrend, beim Laufen dann aber einleuchtend. Durch Zusammenlegung verschiedener Altersgruppen waren die Läufe allesamt gut gefüllt und los ging es wie immer mit den Jüngsten. Diesmal waren nur die Mädels am Start und konnten richtig gute Ergebnisse abliefern, genauso wie der Rest der Katzwanger Truppe. Das war richtig, richtig gut!

Ich war dann im vorletzten Einzellauf am Start und erstmals ging es für uns Senioren auf 5*600m, wobei zuerst eine komplette Runde gelaufen wurde und nicht wie bisher nach kurzem Anlauf direkt geschossen. Das war wirklich komplett neu. Ich setzte mich vorne ans Feld und machte das Tempo. Gar nicht soooo flott wie ich fand, aber es tat sich bis zum Wendepunkt schon eine Lücke auf. Das konnte man ziemlich gut sehen. Nur Tobi klebte mir an den Hacken, aber das hatte auch eh so erwartet. Das erste Schießen lief klasse! 13,3s, schnellste Zeit – gerne immer so! Ich ging also auch als erster raus, aber Tobi machte es nicht viel schlechter und war entsprechend schnell wieder an mir dran und kurz darauf vorbei. Ich machte keine Anstalten an ihm dran zu bleiben, sondern lief mein Tempo. Leider lief es beim zweiten Schießen nicht mehr so gut. 24s, Tobi lange auf und davon. Na gut. Weiter gerannt, der Abstand betrug ziemlich genau 100m. Als ich zum dritten Schießen kam war Tobi fast fertig. ich brauchte zwar nur 15,5s, holte etwas auf, aber nicht viel. Gleiches Spielchen nochmal. Beim Laufen habe ich wieder etwas verloren. Beim vierten Schießen war Tobi einige Zeit vor mir drin, hatte aber trotzdem erst zwei Treffer als ich anfing. Also habe ich riskiert – was aber nichts brachte. Als ich da war hatte er recht schnell seine Treffer gesetzt und ich traf durch das erhöhte Risiko erstmal gar nichts. Macht nichts, von hinten drohte keine Gefahr mehr. Ich lief den zweiten Platz nach Hause. Mit 2/4 Schießen war ich sehr zufrieden, mit den anderen beiden gar nicht. Laufen war ok. Für den ersten Wettkampf alles tip top also!

Nach dem letzten Einzellauf standen die Staffeln auf dem Programm und hier kam es schon wieder zu einer Premiere! Seit diesem Jahr sind gleichgeschlechtliche Staffeln ebenfalls möglich. Da Tobi und ich als einzige gemeldet hatten haben wir zumindest eine Deutschlandpremiere damit gesetzt (die Deutsche Jahresbestzeit haben wir damit natürlich auch :D). Ob es für eine Weltpremieren und -jahresbestzeit gereichth at dürfen die Geschichtsbuchschreibemenschen herausfinden 🙂 Es war aber auf jeden Fall gut, dass wir das geübt haben: durch das neue Format läuft man auch hier zuerst eine Runde bevor man schießt. Tobi hat das nach dem Wechsel direkt verpeilt und zuerst geschossen 😉 Macht nichts, dafür sind so Wettkämpfe ohne Konkurrenz auf jeden Fall gut 🙂

Eine letzte erwähnenswerte Besonderheit gab es bei der Siegerehrung: Statt Pokalen / Medaillen gab es „Siegesbrezeln“ in Form einer 1 / 2 oder 3 – je nach Platzierung. Eine schöne Idee, die bei allen gut ankam!

 

28.05.: Stop 3: Donauinsel Laser-Run in Regensburg

Woche 3 – Wettkampf 3!

Diesmal lud die Regensburger Turnerschaft zur Premiere des Donauinsel Laser-Run. Wie der Name schon sagt lag die sehr schöne Sportanlage sehr schön auf einer sehr schönen Donausinsel mitten in Regensburg! Das Wetter war ebenfalls sehr schön! Nicht ganz perfekt, da es ganz schön windig war, aber irgendwas ist ja immer 🙂 Nach Regensburg fuhr wieder de komplette Familientrupp, es starteten aber neben mir nur die beiden Großen. Wir waren sehr zeitig unterwegs, sodass wir noch das Vereinsmessrad zur Streckenvermessung einpacken, gemütlich nach Regensburg fahren und trotzdem noch in aller Ruhe beim Aufbau helfen konnten 😉

Ich war für die Streckenvermessung und Absteckung zuständig. Wir bauten die Kurse wieder so auf wie bei der Bayrischen Fünfkampfmeisterschaft: Schießstand in die Kurve der Laufbahn (innen in die Fläche zwischen Fußballplatz und Bahn), die 300m Runde dann über die Laufbahn bis ziemlich genau zur Mittellinie des Fußballfeldes und auf der anderen Seite zurück. Die 600m Runde ging statt über die Mittellinie weiter durch die andere Kurve, danach wird der Kreis über den Platz geschlossen (ebenfalls fast bis zur Mittellinie – die Strecken passen genau zusammen auf das Feld) und dann auf den Außenbahnen der Laufbahn wieder zurück zum Start und den Schießstand. Als Bild ist es vielleicht leichter:

Rot: Start/Ziel, Blau: Schießen; Gelb: 600m; Pink: 300m

Wir waren jedenfalls sehr zeitig fertig, sodass die Läufe (vielleicht erstmals in der Geschichte des Deutschen Laser-Runs) pünktlich wie geplant beginnen konnten! 😉 Und WIE sie begannen! Der erste Lauf der U9 und U11w war direkt ein absoluter Knaller. Spannender kann ein Laser-Run Wettkampftag fast nicht beginnen und Hannah war mittendrin. Sehr gut geschossen (die Kleinsten müssen seit diesem Jahr ebenfalls aus 5m und nciht mehr aus 3m schießen!) und ganz fantastisch gelaufen. Fast hätte es für den Sieg im Zielsprint gereicht, so wurde es ein grandioser zweiter Platz. Nach den U11 Jungs war die U13 am Start und dieser Lauf war ganz großes Kino. 3 mal Schießen, 3 Runden je 300m Laufen und ein Kopf an Kopf Duell von Elena und Oli an der Spitze. Die beiden starten ja nicht in der gleichen Wertung, liefern sich aber so ein fantastisches Duell Wettkampf für Wettkampf, das ist einfach nur gut! Diesmal endete es in einem Zielsprint mit Fotofinish. Geil!

Für mich hieß das erst mal Pause. Wir „Alten“ waren uns einig, dass wir nur noch verkacken können was die Qualität der Läufe von nun an betrifft, aber wirklich jeder einzelne Lauf war richtig, richtig, gut! Irgendwann waren dann auch wir an der Reihe: U19, Junior*Innen und Senior*Innen. Zu Neunt standen wir am Start und los ging die wilde Fahrt! Diesmal bildete sich eine Spitzengruppe, in der ich auf der ersten Runde nach dem Schießstand an 4. Position war. Ich sah keine Veranlassung Tempo zu machen und blieb an der Stelle. Es war mir teilweise etwas zu langsam, aber ich hielt mich bewusst zurück um das Rennen anders als in Schwabach anzugehen. Wir kamen also nach den 600m im Pulk zum Schießstand – fast das komplette Feld war noch beisammen. Auch interessant! Leider war das irgendwie aber auch nicht gut für meine Schießleistung. Aber nicht nur für meine 😉 Ich brauchte 24s und war trotzdem zweitschnellster. Das erlebt man nicht oft. Hermann war mit 17,8s als erster draußen und ich heftete mich an seine Fersen, der Rest des Feldes war hinter uns. Am hinteren Bahnende überholte ich ihn dann und lief ihm etwas weg, merkte aber auf der Zielgeraden, dass ich nicht ganz alleine war. Tobi war mittlerweile aufgelaufen und wir gingen ziemlich zusammen ins zweite Schießen. Das lief bei mir wieder nicht, bei Tobi besser, sodass er die Führung vor mir übernahm und ich mit knapp 50m Rückstand dahinter bliebt.

Über die Runde hielt ich den Abstand konstant und beim Dritten Schießen drehte ich den Spieß um. Diesmal schoss ich rund 10s schneller und ging wieder knapp in Fürhung, aber auch diesmal hielt sie nicht lange. Auf der Runde waren wir relativ gleich auf – das letzte Schießen würde die Entscheidung bringen. Ich wusste, dass ich einen Vorsprung brauche, denn auf der Strecke alleine habe ich keine Chance. Und was kam, war das beste Schießen, dass ich jemals im Wettkampf hatte. Vielleicht jemals überhaupt. Nach 8,5 Sekunden waren alle Lampen grün und ich wieder auf der Strecke! Wahnsinn! Das Problem war nur: Tobi brauchte auch nur 12,6s. Dass er kurz nach mir wieder unterwegs war merkte ich direkt auf dem Übergang zur Gegengeraden. Schade, gewinnen werde ich das Ding nicht, das war mir klar. Es dauerte zwar noch bis zum Übergang auf die Wiese bis er an mir vorbei zog, aber ich versuchte gar nicht erst groß dagegen zu halten – das wäre aussichtslos gewesen. Am Ende kam ich 7s nach ihm ins Ziel. Eine krasse Steigerung verglichen zu Schwabach eine Woche vorher – auch die Gesamtzeiten war allesamt deutlich schneller (vielleicht war auch die 600m Runde in Schwabach einfach zu lang?). Auf jeden Fall war ich enorm zufrieden mit der Performance. Die ersten beiden Schießen schiebe ich auf die Windverhältnisse 😉

Zum Abschluss gab es noch tolle Staffeln zu bestaunen bevor wir uns nach der Siegerehrung und einem Besuch auf dem Volksfest auf den Heimweg machten. Auch hier: Toller Ausflug – bis nächstes Jahr!

 

Ausblick

So und jetzt? Natürlich folgt in Woche 4 der nächste Wettkampf. Um genau zu sein solgen sogar drei! Samstag: Deutsche Meisterschaft im Biathle (1600 Run – 200 Swim – 1600 Run), Sonntag: Deutsche Meisterschaft im Triathle (5*600 Laser-Run mit 50m Schwimmen nach jedem der 4 Schießen) und Süddeutsche Meisterschaft im Laser-Run. Krawumm!

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