Metropolmarathon Fürth – 3/4 Marathon

Eine Woche nach dem wieder mal fantastischen Tiergartenlauf steht schon der nächste Lauf an: Der 3/4 Marathon im Rahmen des Metropolmarathons in Fürth. Das wird in vielerlei Hinsicht eine Premiere für mich: Ich laufe erstmals einen Wettkampf > 21,1km, ich laufe erstmals im Rahmen eines „Stadtmarathons“, ich laufe glaube ich sogar erstmals in Fürth. Überhaupt laufe ich erst das glaube ich dritte mal über 30km! (Den Mammutmarsch letztes Jahr klammere ich mal aus). Ich muss zugeben: Ein paar Tage vor dem Wettkampf bin ich schon ganz schön aufgeregt! Aber warum eigentlich? Welche Ziele habe ich bei dem Lauf?

  • Ich will erstmal vor allem einen langen Lauf machen.
  • Außerdem will ich dabei unter Wettkampfbedingungen meine eigene, sowie die Vor-Ort-Verpflegung testen. Ich nehme Sponser-Gel-Tuben mit, da ich die praktisch zu konsumieren finde, während ich laufe, allerdings sind sie recht schwer, da eine Tube eigentlich zwei Portionen enthält. Der Plan ist alle 8-9km Gel zu nehmen. Mal sehen, ob das alles so klappt. An den VPs selbst will ich außerdem die Wasserzufuhr testen. Laut Plan sind alle paar Kilometer VPs aufgebaut, das sollte mehr als ausreichend sein. Angeboten wird neben Wasser in der Regel Iso, manchmal auch Cola. Ich will aber eigentlich beim Wasser bleiben, das andere Zeug pappt so wenn es über die Finger läuft und das kann ich gar nicht haben.
  • Von der Ausrüstung her werde ich alles wie immer machen. Wen es interessiert – ich habe es glaube ich noch nirgends erwähnt – mein Setting besteht von oben nach unten aus:
    • einer Decathlon-Kalenji Laufcap („Switch Off and run“ – Mottomütze! 😉 Leider so nicht mehr verfügbar… )
    • dem fantastischen LLE-Singlet (Speed + 12!!)
    • einer luftigen Hose (wohl ebenfalls Decathlon-Kalenji)
    • Karrimor Socken (Sportsdirect – trage ich schon ewig ohne Probleme … wenn ich sie mir nicht eine Nummer zu klein kaufe ;))
    • Hoka Hupana EM Laufschuhe. Dieses Modell trage ich mittlerweile in der dritten Variante ohne Probleme und fühle mich einfach gut darin (und gegen jede Lehrbuchmeinung ohne Abwechslung mit irgendeinem anderen Schuh)
  • Zeitlich ist die geplante herangehensweise: mit 4:45min/km angehen und hinten raus (vielleicht ab der Halbmarathonmarke) beschleunigen. …Wenn’s geht 🙂

Der Wetterbericht sagt für den Sonntag übrigens fantastische (nicht!) 28 Grad voraus… Der Lauf startet zum Glück schon um 8:45Uhr, ich hoffe da ist es noch etwas angenehmer. Wir werden sehen … 🙂

Die frühe Startzeit wird auch dafür sorgen, dass ich alleine nach Fürth fahre, da der Rest mal schön ausschlafen soll.

 

RACE-DAY!

Der Wettkampfmorgen begann … komisch. Meinen Wecker hatte ich auf 7:00Uhr gestellt und wollte mit der Bahn um 7:46Uhr los. Wach war ich schon vorher und irgendwie war ich nicht der einzige mit einer kurzen Nacht. K3 machte sich kurz nachdem ich unten war lautstark an der Treppe bemerkbar und kurz danach waren auch K2 und K1, der am Abend vorher noch das Chanpions League Finale anschauen durfte (hat nicht bis ganz zum Ende geklappt), wach. Ja gut, so war das nicht geplant. Ich versorgte erstmal alle hungrigen Schnäbel (inklusive meinen) mit Nahrung. Chrissy kam auch kurz danach runter und so waren alle wach, noch bevor ich überhaupt begonnen hatte mich umzuziehen. Yeah, so war das wirklich nicht geplant. Nunja, ich machte mich dann incl. 5 Morgentoiletten fertig, schnappte mir einen Rucksack in den ich alle Wechselklammoten usw. einpackte, denn am Plan alleine rein zu fahren hielten wir fest, denn was sollen die Kids auch so lange vor Ort. Evtl. würden sie nachkommen, je nachdem was Lust und Laune so ergeben würden. Also eine Einzelfahrt geklickt und ab zur S-Bahn. Diese war ziemlich leer, aber gut die Hälfte der Mitreisenden war in Sportklamotten unterwegs. Klar, wer ist auch sonst Sonntag früh um kurz vor Acht in den Öffis unterwegs? 😉 Am Hauptbahnhof Nürnberg hieß es dann einmal umsteigen. Gefühlt wäre ich ja mit der U-Bahn gefahren, aber die Fahrplanauskunft schickte mich zur Regionalbahn in Richtung Würzburg – wie übrigens alle anderen auch. Wird also schon passen. Ich stieg zur erstbesten Tür ein, war im Fahrradabteil und fragte mich, ob es auch einen Run&Bike-Wettbewerb gibt, da das Abteil voll von Rädern mit Startnummern war. Was drauf stand konnte ich nicht erkennen, also fragte ich einen der Fahrer einfach wohin er denn unterwegs sei: Nach Neustadt/Aisch zum Mittelfrankencup! Schon wieder was gelernt, denn bis dahin wusste ich nichtmal, dass es sowas gibt 😉

 

Nach einer Station war für mich auch schon Endhaltestelle und ich stieg rund eine halbe Stunde vor Start mit vielen Anderen am Fürther Hauptbahnhof aus. Einmal unterirdisch auf die andere Seite und schwupp waren wir direkt vor dem Veranstaltungsgelände! Kurze Wege vom Feinsten! Ich steuerte direkt das Umkleidezelt an, sprang gemütlich in mein Laufoutfit und machte mich soweit Startklar. Alles was ich nicht brauchte kam in den Rucksack und wurde direkt gegenüber bei der Taschenaufbewahrung abgegeben. Da ich nicht wusste was ich tun sollte ging ich gleich zum Startbereich und setzte mich erstmal noch eine Runde in den Schatten – in der Sonne war es jetzt schon ganz schön warm und die Hitze würde ich noch früh genug „genießen“ dürfen.

Der Startbereich füllte sich, die Sprecher erzählten, was sie so zu erzählen hatten und 10-15min vor Start suchte ich mir auch ein Plätzchen im Startblock. Keine Ahnung wo genau, es war schon irgendwie vorne, aber deutlich weiter hinten als ich es normalerweise gewohnt bin. Ich hielt noch Ausschau nach den Fahnenläufern (es gab glaube ich Pacer für den HM ab 1h30min bis zum Marathon in 5h) um mich irgendwie zu orientieren – der Plan war ja es nicht zu übertreiben – machte noch bei der witzigen LaOla mit (warum muss immer dieses bespaßen sein?!) und schon begann die „Countdownmusik“.

Kaum war die „Countdownmusik“ vorbei ging es auch direkt … doch noch nicht los. Die Musik war ja wirklich nicht schlecht zur Einstimmung, warum dann nochmal eine künstlerische Pause eingelegt wurde und der Sprecher noch irgendeine Belanglosigkeit von sich geben musste habe ich nicht verstanden, aber es machte dann doch irgendwann „Peng“ und ab ging’s! Irgendwie. Schrittweise. Naja, so ist das wohl immer, wenn man nicht ganz vorne losrennt, aber ich bin glaube ich drei mal in den Läufer vor mir rein gerannt weil ich dachte „jetzt aber!“ und sie vor mir wieder stehen geblieben sind… 🙂

Naja, nach gut 10 Sekunden war ich dann auch über der Zeitmessmatte und der Lauf startete wirklich. Zwar langsam, weil getümmel, aber es entzerrte sich nach den ersten zwei/drei Kurven recht schnell, ich lief mich „frei“ und genoss schlagartig die Atmosphäre. Vom ersten Moment des Laufs an war es einfach perfekt. Die Zuschauer machten – wahrscheinlich mit Hilfe der Häuser am Straßenrand – richtig rabatz, die Strecke verlief meistens zumindest zum Teil im Schatten, hin und wieder war eine Musikgruppe am Rand und man hatte immer ausreichend Platz zu laufen. Es war einfach richtig, richtig gut! Ich lief vor mich hin ohne mir groß Gedanken um irgendwas zu machen und genoss einfach den Lauf und die Atmosphäre. Überall waren Menschen an der Strecke zu sehen, Familien mit Kindern, Omas auf ihrem Balkon, die teilweise verdutzt nach unten blickten. Überall Applaus und Anfeuerungsrufe. In dem Moment habe ich irgendwie die „Faszination Stadtmarathon“ begriffen – es war richtig beeindrucken es das erste Mal so zu erleben.

Ich ließ mich treiben und lief einfach nach Gefühl durch die Fürther Straßen. Die einzige Orientierung für mein Tempo waren die Fahnenläufer ein Stück vor mir, da ich es mir mittlerweile eigentlich grundsätzlich abgewöhnt habe während eines Laufs auf die Uhr zu schauen. Es handelte sich um die 1h30 Halbmarathonläufer, die aber schon ein gutes Stück vorne weg waren. Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug. Zwischen Kilometer 3 und 4 stand Barbara (wie von Uwe angekündigt) am Rand und feuerte fleißig jede(n) an der vorbei kam – danke dafür 🙂 – und es ging weiter durch die Straßen. Bei Kilometer 5 wechselte die Strecke von den gesperrten Straßen auf einen Radweg entlag der Pegnitz. Der Weg war zwar deutlich schmaler, dafür war das Feld mittlerweile schon so entzerrt und sortiert, dass es kein Problem darstellte. Auf einer Parkbank am Rand war jemand mit seiner Gitarre und hat für uns alle gespielt – ich hatte immernoch einfach nur ein Grinsen im Gesicht. Der Abstand zu den HM-Läufern blieb relativ konstant, ich hatte sie immer gut im Blick. Mir dämmerte mittlerweile, dass ich etwas (viel) zu schnell für meine angepeilte 4:45min/km unterwegs war, genoss es aber trotzdem und bremste mich nicht, da es gefühlt total locker war. Bei irgendeinem Kilometer blickte ich dann doch mal auf die Uhr und hatte einen Split unter 4:20min/km. Mein Grinsen wurde etwas breiter 😉

Auf dem Radweg ging es für rund zwei Kilometer entlang, bis wir etwas nördlicher wieder in ein Wohngebiet kamen und den ersten kurzen Anstieg erklimmen mussten. Der war nicht sonderlich der Rede wert, während des Anstiegs lief ich neben einem, der das ohnehin schon begeisterte Publikum nochmal aufmunterte mehr radau zu machen. Ich lief eine Zeit lang neben ihm, wir sprachen ein wenig über den Lauf, die Ziele (er wollte den HM so in ca. 1h33 laufen – die 1:30er, die da vorne immer noch gut in Sicht waren sind ihm einen Tick zu schnell). Wir blieben bis zum nächsten Anstieg zusammen und ich erhöhte etwas das Tempo – mir war das Ganze in dem Moment tatsächlich einen Schritt zu langsam und ich merkte wie ich etwas den Rhythmus verlor. Der Anstieg an sich war wieder nicht sonderlich dramatisch (insgesamt hatte es auf den gut 30km nicht mal 150 positive Höhenmeter) aber dennoch war es wieder ein positives Gefühl so locker hoch zu rennen. Das nächste Positive Gefühl folgte sogleich: die DLRG(?) hatte hier oben einen Verpflegungsstand und dabei einen Wassersprenger aufgestellt. An den bisherigen VPs hatte ich mittlerweile schon begonnen mir das Wasser über den Kopf zu schütten, aber die Berieselungsanlage war nochmal eine Spur besser. Ungefähr hier fiel dann endgültig der Entschluss, dass ich es darauf anlegen werde meine Halbmarathonbestzeit anzugreifen. Total bescheuert das im Rahmen eines 3/4 Marathons zu machen, aber der Tag war bisher so gut, dass ich es darauf ankommen lassen wollte. Die Strecke kam mir dabei ohne, dass ich es zu diesem Zeitpunkt wusste noch etwas entgegen, da es von nun an bis auf ein paar Ausnahmen nicht mehr hoch gehen sollte. Ich zog das Tempo weiter langsam an. Die Strecke verlief jetzt etwas außerhalb, die Stimmung ballte sich an weniger Orten, dort dafür gewaltig. Besonders cool war eine kleine Straße in der die Anwohner ein Stimmungsnest bildeten und ebenfalls einen Rasensprenger aufgestellt hatten. Nachdem die Strecke an meinem Radpendelweg zur Arbeit (wenn ich des denn mal wieder machen würde) vorbei führte war es soweit und ich hatte die Fahnenläufer für den 1:30er HM kassiert – das war ziemlich genau bei KM 14, da die beiden sich kurz unterhielten, dass sie bei knapp 1h dort ankommen wollten. Punktlandung. Sollte ich jemals ein Runners-High gehabt haben war es dieser Lauf bis hierhin und es sollte anhalten. Das nächste Stimmungsnest folgte und etwas später war eine ganze Reihe voll besetzter Biertischgarnituren (da dürfte das ältere Semester anwesend gewesen sein ;)), die von einem Sprecher unterhalten wurden. Ich habe nicht genau mitbekommen was er sagte, ich glaube irgendwas, dass sich die LäuferInnen über Anfeuerung freuen, also habe ich mal freundlich im vorbeiflitzen in die Runde gewunken – das mit dem Anfeuerung provozieren hatte ich ja vorher gelernt 😉 Allerdings habe ich dabei nicht wirklich auf meinen Weg geachtet und wollte schon nach links abbiegen, obwohl es nach rechts weiter ging… naja, hauptsache quatsch gemacht 🙂 Es ging kurz darauf nochmal ordentlich bergab, diesmal zur Rednitz und am Ufer entlang zurück zur Fürther Altstadt. Ein letzter – unangenehm zu laufender – Anstieg auf Kopfsteinpflaster zur Gustavstraße, rein in die sich gefühlt ewig ziehende Fußgängerzone und zurück zum Bahnhof. Der Zielbogen war in Sicht – durch. Halbmarathonbestzeit pulverisiert!

…Aber noch 10km zu laufen. Und von nun an wurde es hart. Es war sowohl die körperliche Anstrengung, die Hitze (mittlerweile ging es stark auf die 30 Grad zu), aber auch ein mentales Loch, dass nach dem Erreichen des Halbmarathons da war. Das Ziel „Bestzeit“ war weg, es stand „nur noch“ ankommen an und das macht es nicht wirklich leichter. Ich drehte die Cap weg vom „Racemodus“ mit dem Schirm nach vorne und nahm von nun an jeden VP mit, auch wenn gefühlt mehr Getränk im Gesicht und auf dem Kopf landete als im Mund und kämpfte mich über die Strecke. Die ersten Kilometer der zweiten Runde (es war jetzt noch die 10er Strecke zu laufen) fühlten sich nicht sonderlich gut an, waren aber zeitlich noch ganz ok, wie mir meine Uhr bestätigte. Ich lief immer noch um die 4:30min/km, also schneller wie ich ursprünglich von Beginn an laufen wollte. Allerdings wurde ich kontinuierlich langsamer und als es nach rund 5km (also insgesamt 26) wieder auf den Radweg an der Pegnitz ging (diesmal anders herum um die Wiese)  war kurz danach die Luft gefühlt völlig raus. Ich konnte mich noch bei rund 5min auf den Kilometer halten, fühlte mich aber eher als wäre ich kurz vor der Gehpause. Die Mentale Schlacht war neben der körperlichen also in vollem Gange. Durchlaufen, auf die Zähne beißen. Es sind nicht mal mehr 5 Kilometer, die gehen doch immer! Irgendwann war es am Fluss geschafft und es ging direkt wieder zum „Innenstadt-Kopfsteinpflaster-Anstieg“. Ein letztes mal Wasser am VP über den Kopf, hoch quälen, irgendwie nochmal versuchen etwas Tempo rein zu bekommen. 30 Kilometer waren geschafft, ich versuchte seit einigen Kilometern mir irgendwie hochzurechnen wie ich denn ins Ziel kommen könnte und wollte versuchen noch die 2:15 zu knacken. Ich hatte keinen Plan wie weit es noch sein würde. Die Einkaufsstraße zog sich ewig, ich zog nochmal das Temp an und „überrundete“ viele andere LäuferInnen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir: noch zwei Minuten für die 2:15 und ich war mir sicher, dass ich es geschafft hatte. Da hinten biegen alle ab, da ist das Ziel. Ich glaubte es, bis ich um die nächste Kurve war. Statt dem erwarteten Ziel nochmal ein paar hundert Meter geradeaus. Scheiße, die 2:15 waren nicht mehr drin. Egal, ich gab nochmal alles was drin war. Rum um die letzte Kurve und nach offiziell 2:15:14 rein ins Ziel! Geschafft!

Ich war fertig, suchte mir direkt nach dem Ziel einen Platz am Zaun im Schatten und pustete kräftigst durch. Ich hatte den Jackpot gezogen, da neben mir gleich Sanis Getränke austeilten und ich nichtmal aufstehen musste um Nachschub zu bekommen. Geil, geil, geil. Was für ein Lauf! Was für ein geiler Halbmarathon am Anfang und was für ein Kampf am Ende. Nach ein paar Minuten und einer Flasche Wasser+Apfelschorle war ich dann wieder so weit hergestellt, dass ich aufstehen konnte und mir die Zielverpflegung ansehen wollte – da klingelte mein Telefon, dass ich hauptsächlich für den raceday.me-Livetrack dabei hatte. (Spoiler: Gestoppt habe ich die Aktivität natürlich nicht ;)). Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es aus dem Flipbelt bekommen – Chrissy war dran und hier, hinter dem Zielbereich! Juhu!! Ich wackelte durch, wir fanden uns recht schnell am Brunnen und wir blieben erstmal eine Weile da.

Nachdem ich die Füße eine Zeit lang abgekühlt hatte ging ich nochmal zur Zielverpflegung, verdrückte ein halbes Stück Kuchen (mehr ging nicht), ein paar Stücke Wassermelone und grob eine halbe Ananas. An alle anderen Laufveranstalter: Verteilt Ananas im Ziel!! Danach ging es nochmal auf die andere Seite, nochmal eine Flasche Wasser rein drücken (ich habe mir gleich eine Flasche geben lassen, so musste ich nicht mit den Bechern rum tun ;)), einen Becher Iso (Bäh!), zwei Becher Apfelschorle (ok) und drei Becher Cola (Mega, weil kalt!). Danach ging ich wieder raus und wir wackelten langsam (also ich) zur Rucksackausgabe. Ich zog mich nicht um. Wir liefen durch den Schatten in Richtung Auto – parallel zur Laufstrecke. Kurz nach Kilometer 1 wurde ich aber zurückgelassen und am Wegrand geparkt um da wieder abgeholt zu werden. Während ich so da saß hatte ich die Strecke wunderbar im Blick. Es war ein total surreales Bild. Mitten in der Stadt, der Großteil des Feldes war entweder bereits im Ziel oder auf dem Weg dahin. Es kam kein Auto vorbei weil die Strecke gesperrt war, aber auch nur noch vereinzelt LäuferInnen, die sich den leichten Anstieg hoch quälten. Ich fühlte mit ihnen und freute mich, dass ich für heute fertig war und nur noch darauf warten musste abgeholt und nach Hause gefahren zu werden!

 

Ein paar Daten müssen im Nachgang noch sein. (Alle Details gibt es übrigens hier bei runalyze). Wie erwähnt fiel die Entscheidung auf HM PB zu gehen ungeführ bei km10. Das zeigt sich auch wunderbar an den Splits:

Besonder geil finde ich immer noch, dass ich die letzten 5km des Halbmarathons in unter 20 Minuten laufen konnte – der 21. Kilometer war ebenfalls deutlich unter 4min, also waren es eigentlich sogar die letzten 6km:

Somit kam unter dem Strich eine inoffizielle Halbmarathonbestzeit von unter 1h28min raus 🙂

Dass am Ende die Luft raus war lässt sich glaube ich nicht schöner darstellen als mit dem Schrittfrequenzchart 🙂 :

Den Link zu den offiziellen Laufbildern packe ich auch noch rein, dann muss ich nicht immer meine Nummer eintippen 😉

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