Stadtlauf Nürnberg – SportScheck RunNue 2025 – HM

Dritte Woche, dritter Lauf. Wann hatte ich das zuletzt? Hatte ich das überhaupt schon mal?

Nach dem überaus erfolgreichen Stadtlauf in Schwabach incl. Bestzeit auf 10km und dem wie immer grandiosen Ausflug zum Altmühltrail (irgendwann muss ich die Kurzstrecke da auch mal wirklich Racen!) hieß es diesmal: Halbmarathon! Und das gleich in mehrfach besonderer Weise: Der Stadtlauf Nürnberg ist in der SportScheck Laufserie eine Besonderheit, denn er wird als einziger hinter den Kulissen von einem Verein organisiert und ausgerichtet. Der Verein, der TSV Katzwang, ist „mein“ Verein. Trotzdem habe ich es bisher tatsächlich noch nie geschafft dort am Start zu stehen. Als ich mit dem Laufen begann waren wir mal gemeldet, aber die Krankheit machte damals einen Strich durch die Rechnung. Und danach? Tja, gute Frage. Irgendwie zog es mich dann immer zu den kleineren Veranstaltungen. Ich meine 7500 Startende waren es in diesem Jahr. Das ist schon ein Brett, wenn auch natürlich nicht zu vergleichen mit den ganz großen Läufen. Trotzdem um Welten größer als das, wo ich sonst am Start stehe. Diesmal nutzte ich es aber ganz schamlos aus, dass der Lauf vom Verein organisiert wird und habe mir über die Leichtathletikabteilung einen Startplatz gesichert. Sogar kostenlos über einen Teamgutschein 🙂 Da ich mit der Meldung aber ein wenig sehr spät dran war, war der HM schon ausgebucht… aber in Rücksprache sollte ich mich einfach zum 10er melden und beim HM starten (später komme ich darauf nochmal zurück).

Wie bei den Läufen zuvor habe ich mich auch diesmal nicht speziell auf den HM vorbereitet. Die konstanten Kilometer Woche für Woche bringen einfach so unglaublich viel, wie auch der Stadtlauf Schwabach gezeigt hat. Natürlich würde mir zumindest halbwegs regelmäßige Tempoarbeit gut tun, aber was soll ich sagen: lieber konstant Kilometer in den Beinen, als unregelmäßig Reize setzen. Die Gesamtbelastung muss im grünen (oder gelben ;)) Bereich bleiben und da zählt nunmal nicht nur der Sport rein.

Die direkte Vorbereitung auf das Rennen war dann eher… uff. Am Abend vorher war Teenagergeburtstagsparty. Los ging’s im Actionpark Nürnberg beim Laser-Tag spielen. Wir Eltern waren ausdrücklich erwünscht , wahrscheinlich als gute Opfer. Aber sooo nicht. Es hat schon arg Bock gemacht. Entsprechend ist es von der Anstrengung her ein wenig eskaliert, aber ich wurde mit den Plätzen 1 und 3 in den beiden Runden belohnt. 😎 Das Festessen danach beim goldenen M war natürlich bestes Carboloading. Über die Übernachtungsparty hülle ich mal den Mantel des Schweigens. Nur so viel: ruhig war die Nacht jetzt nicht unbedingt 😉 Aber gut, es ging schon. In der Früh klingelte der Wecker dann schon um halb 7, weil die Kleine einen Schwimmwettkampf hatte (Treffpunkt 7:45Uhr) und ich noch Butterbrezen und Käsebrötchen vorbereiten musste. Yeeeeehaaawwww! 😅 Aber auch das ging sich Just-In-Time aus. Kind & Verpflegung wurden pünktlich im Bad abgeliefert, ich wieder zurück. Die Jungs waren teilweise auch schon wach. Naja…. so „Zombie-wach“ würde ich sagen. Jedenfalls war noch Zeit für ein kurzes Frühstück, Sachen zusammen, bzw. einpacken, umziehen. Letzteres gestaltete sich relativ schwierig, denn das Wetter war eine Wundertüte. Sonne & Regen wechselten ich ständig ab, kalt war es eh und windig auch. Schlussendlich entschied ich mich für die leicht „luftigere“ Variante. Unten kurz, oben ärmelloser Base-Layer, dazu der dünne statt dem dicken langärmligen und das SportScheck-Shirt für den Lauf (=“Eintrittskarte“). Die S-Bahn um 9:06Uhr war das Ziel und es war auch kein Problem, trotz einiger Klogänge. Denn die alte Regel gilt immer noch:

Mit meinem Rucksack bepackt stand ich aber pünktlich am Gleis. Der Zeitplan sah so aus: S-Bahn (9:06Uhr), Hauptbahnhof, U-Bahn, Hauptmarkt, Umziehen, Gepäckabgabe, Startaufstellung, los (10:00Uhr).

Ein Plan, den ich nahe der Perfektion umsetzen konnte! Schon in der S-Bahn entfaltete sich der Lauftag. Unter meinen Kopfhörern versteckt waren die ersten anderen anhand der Laufbekleidung oder Startbeutel zu erkennen und es wurden von Station zu Station mehr. Am Hauptbahnhof angekommen pilgerten alle Richtung U-Bahn, die Menschen wurden immer mehr und spätesten beim Aussteigen an der Lorenzkirche war es fast so, wie wenn es zu einem Glubbspiel geht. Nur, dass man diesmal nicht zu sieht, sondern selbst irgendwie einer der Elf vielen Protagonisten ist. Zumindest fühlte es sich so an. Die Menge strömte also Richtung Hauptmarkt und wir kamen genau richtig, als der Bambinilauf unterwegs war und an uns vorbei lief. Das zauberte allen die da waren ein Lächeln ins Gesicht und die Stimmung war final gesetzt!

Ich bahnte mir meinen Weg einmal quer über den Hauptmarkt (bzw. einmal drum herum), denn die Gepäckabgabe war genau am anderen Ende. Es lief aber alles wie am Schnürchen. Ich zog mich direkt davor um, ließ mir ein Bändchen für Arm und Rucksack geben, traf hier schon ein paar bekannte Gesichter und war ca. 15min vor dem Start fertig. Perfekt! Ein alibimäßiges Einlaufen musste sein, um 15min rum zu stehen war es dann doch zu kalt, aber zu mehr als 500m hat es auch nicht gereicht.