Winterlaufserie Nürnberg – Lauf 2/3

Mitte Januar, Morgens um 8. Ich mache die Haustür auf um einen Müllbeutel raus zu legen und denk mir: „Verdammt ist das kalt! Warum denn das?!“. Ich mache die Haustür schnell wieder zu. So kann man auch in einen #Raceday starten! Einen #Raceday im Januar hatte ich bisher noch nie, normalerweise war zwischen Silvesterlauf und Rothseelauf Anfang März immer Pause. Nicht so dieses mal – die Winterlaufserie stand mit der 2. Etappe an – dem 15km Lauf – 3 Runden um den Nürnberger Dutzendteich.

Aber nicht nur das war neu für mich, es war einer der seltenen Läufe an dem ich ohne Familienbegleitung unterwegs war. Der Sohnemann hatte Fußballtraining, die große Tochter wollte nicht mit – so blieben die Mädels zu Hause und ich machte mich eine gute stunde vor Rennbeginn auf in die Stadt.

Nach einem kurzen Zwischenstopp direkt nach der Abfahrt (Eine Startnummer für alle Läufe ist ja ne ganz gute Idee. Das man auf die selber aufpassen muss finde ich eher … naja :D) ging es ohne weitere Zwischenfälle zum „Gutmann“ – der Event-Location am Start/Ziel Bereich. Mir schlich bei der Ankunft kurz die Frage durch den Kopf was für eine Pace denn so ein Segway eigentlich schafft…

… entschied mich dann aber natürlich doch dafür meine Beine selbst in die Hand zu nehmen. Auf dem Weg vom Auto zum Gutmann kamen mir schon die ersten Läufer beim WarmUp entgegen. Ein kleiner Tip am Rande von mir: geht mal zu einer Laufveranstaltung und tragt ein Kuchen-/Muffinblech da hin, wenn sich andere Einlaufen. Die Blicke sind sehr amüsant ;)! Ich hatte besagtes Blech in der Hand, da der – diesmal stark dezimierte, dazu gleich mehr – #Twitterlauftreff die Versorgung während der Laufserie reihum zentralisiert hat und diesmal der Jörg und ich dran waren. Der Aufwand war überschaubar, da sonst nur noch Sven (aktiv) und Alex (passiv wandernd / als Fotograf) anwesend waren. Elli musste passen, auch sonst war keine familiäre Begleitung anwesend. Das wird nächstes mal bestimmt besser, schließlich ist da Geburtstagskind Alex mit backen dran, der dann hoffentlich auch mal mitlaufen kann.

Naja, mit Jörg und Sven (der übrigens am Morgen schon 17km zum Einlaufen absolviert hatte) traf ich mich am selben Platz wie letztes mal und sprang in meine Laufkleidung. Jörg war schon draußen zum Einlaufen, ich folgte ihm kurz danach, Sven hatte es ja nicht mehr nötig 😉 Das WarmUp verlief mehr so Alibi-mäßig, ich nutzte die Gelegenheit um noch ein Bildchen vom entwässerten Teich zu machen und gesellte mich dann wieder zu den anderen, die vor der Tür den Alex getroffen hatten.

Nochmal kurz unterhalten, dann ging’s ab in den Startbereich. Wir waren etwas orientierungslos, ich sortierte mich schlussendlich gewohnheitsmäßig ein Stück weiter vorne ein, auch wenn Jörg eine nur unwesentlich langsamere Zielpace (4:20) im Kopf hatte als ich (4:05-4:10),  und wartete bis es los ging.

Nach ein paar Worten durch die Veranstalter „…auf meiner Uhr ist’s jetzt 10“ – Läufer: „Jaaahaaaa…“ 😀 sollte es auch losgehen: Countdown 10 – 9 – 8 – 7 – Aus dem Hintergrund: „da kommt noch jemand!“ – Pause – Warten – Umschauen – „Warten wir noch kurz, oder?“ – Umschauen – Niemand zu sehen – Tick Tock – „Haha“ – 6 – 5 – 4 – 3 – 2 -1 – Los!

Da ich ja bekanntermaßen schon länger nicht mehr lange auf Zeit gelaufen bin und über 10km auf Zeit überhaupt erst zwei mal(?) wusste ich nicht wirklich wie ich die Sache angehen sollte. Ich entschied mich für „eeetwas langsamer als beim 10er und mal schauen was passiert“ und hatte nach dem ersten Kilometer 3:53 auf der Uhr. Prima. Langsamer wollte ich doch… Egal, das Anpassen hat dann ganz gut geklappt, die 5er Durchgangszeit lag bei 20:29 (knapp 4:06min/km) – sehr gut.

Runde 1

Seit Mitte der ersten Runde hatte ich mich an einen anderen Läufer gehängt, der genau das Tempo lief wie ich es wollte. Das macht die Sache so viel einfacher, wenn man nicht ständig selbst kontrollieren muss. Mitte der zweiten Runde lief uns ein Rudel Graugänse quer über den Weg. Die glotzten uns an, machten aber keine Anstalten auch nur einen Hauch auszuweichen, sodass wir fast über die Wiese mussten. Das fand ich enorm witzig in dem Moment und musste los lachen. Kurz darauf dachte ich mir dann es wäre an der Zeit, dass ich mal die Führungsarbeit übernehme und setzte mich vor den anderen Läufer. Es dauerte nicht lange, da hatte ich zum einen das Gefühl zu schnell zu werden, zum anderen wusste ich nicht mehr ob er noch da war oder nicht… naja, es lief und so ließ ich es laufen.

Runde 2

Die Datenaufzeichnung sagt aber, dass die zweiten 5km dann etwas zu langsam waren (21:01 – 4:12min/km), komisch, dieses „Gefühl“. Auf der Zielgerade sprintete er dann wieder an mir vorbei (er lief also nur die 10), ich hielt logischerweise nicht dagegen. Kurz verwundert war ich dann, dass er nach dem Ziel weiter lief, sich nen Becher schnappte und erst kurz nach der Kurve stehen blieb! Ich dachte echt kurz er rennt die letzten 5 jetzt richtig und der Rest war sein Warm Up 🙂 Nein so war es nicht und schlagartig war es einsam um mich herum. Das heißt, nicht lange, denn ich wurde von drei Läufern auf der letzten Runde überholt, kann bei einem im Nachhinein sagen, dass er nicht am Wettkampf teilnahm (lies mich in ner Kurve wieder durch und hat mich angefeuert :)), bei einem anderen, dass er Teilnahm – im Ziel habe ich ihn wieder erkannt, nur beim Dritten habe ich keinen Plan ob das ein Teilnehmer war oder nicht. Egal, so ist es halt wenn der Lauf auf beliebten öffentlichen Laufstrecken stattfindet. Schwierig für den Kopf als Teilnehmer, aber natürlich für alle gleich. Gut für den Kopf waren dann nur die Überrundungen die zwangsläufig kamen, man musste dabei halt etwas Slalom laufen. Nicht so gut: wenn ältere Walker walken (ok, das finde ich grundsätzlich nicht so schlimm), dabei auf ihre Uhr sehen (auch ok) und dadurch ihrem Stock quer über den Weg hängen wenn ich gerade vorbei will… Also spontan zur Seite gehüpft, innerlich geschimpft (die Energie für’s sprechen wollte ich sparen) und weiter…. 1,5km vor dem Ziel stand dann wieder Alex zum Bilder machen, ich fragte ihn kurz ob nach hinten Luft wäre (nach vorne ging schon langen nix mehr) und hörte ein „jaajaaaaaa“ kurz gefolgt von einem „in 150m….“.

Runde 3

Runde 3

Also bin ich halbwegs entspannt Richtung Ziel, die letzten paar 100m habe ich noch leicht das Tempo verschärft, einfach um zu sehen ob es denn geht – es ging und habe den dritten Umlauf in  20:47 genau im geplanten Bereich hinter mich gebracht. Unterm Strich waren es 01:02:17 (Pace 4:09 min/km) – Perfekt! 16. Platz über die 15km gesamt6. Platz in der Altersklasse, in der M30-Wertung bin ich vom 4. auf den 5. Platz zurück gerutscht. Egal. Das nach oben ohne Ausfälle nix geht war mir eh klar und wie sagt man so schön: Lieber 5. als Fürther 😉

Als ich mich im Ziel umdrehte war witzigerweise Jörg auch schon da – deutlich schneller also als gedacht. Den Lauf hätten wir mal schön zusammen machen können… Aber der Deal zusammen den 20er zu „Hahnern“ steht schon 😉

Danach liefen wir direkt noch ne Runde aus bis die anderen beiden da waren (Sven war ebenfalls in einer sensationellen 4:35er Pace im Ziel) und machten uns über das Muffin-/Kuchenbuffet her und ich mich kurz später auf in Richtung Heimat. Schön war’s wieder, hoffentlich können beim 3. Teil dann auch alle Starten die Starten wollen!

Statistik-Foo gibt’s noch hier (runalyze) oder hier (Strava).

 

 

UPDATE: Noch ein paar offizielle Fotos:

Nach Runde 2

Ziel

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