Wie bereits angekündigt: es wird wieder gebloggt. Bevor wir aber mit den aktuellen Dingen einsteigen (es wird wieder wild!) gibt’s ein kurzes Recap, was denn im letzten Jahr seit der Blogpause passiert ist. Es war eine Achterbahn, die das letzte Jahr zu bieten hatte und los ging es erstmal so ziemlich ganz unten. Ich will gar nicht näher darauf eingehen, der Blogpost zur Blogpause soll als Referenz genügen.
Von ganz unten…
Nun gibt es ja viele weise Redewendungen. Viele davon sind nervig. Viele davon sind oft einfach nur so blöd daher gesagt. Aber viele davon haben doch auch irgendwo einen wahren Kern. „Die Zeit heilt alle Wunden“ ist so einer. Will man in dem Moment, indem er gesagt wird zu 99,99% nicht hören, aber im Rückblick ist da halt doch was dran. Das „alle“ kann man vielleicht streichen, aber die Zeit heilt. Mittlerweile habe ich auch wieder Lust zu bloggen … und hier sind wir also.
Nach oben…
Neben der Zeit hilft ja auch Ablenkung. Und was ist eine bessere Ablenkung als Ausdauersport?! Zum Glück haben wir ja das ein oder andere Event im Köcher, das bestritten werden wollte. Auf dem Zettel standen erstmal die Deutsche Meisterschaft Laser-Run und (in der Erstausgabe) Obstacle-Laser-Run. Beides selbst ausgerichtet – ein Heimspiel also. Ich startete erstmals in der Altersklasse 40+. Aber dadurch, dass wir den Wettkampf organisieren und die Meldungen rein fliegen sahen entschied ich mich spontan zum Meldeschluss auch noch dazu in der Altersklasse der Senioren (21-39) an den Start zu gehen. Doublefeature, dazu die Staffel im Laser-Run sowie der Start im Obstacle-Laser-Run am Nachmittag. Gib ihm!
Und ich gab ihm!
Die Altersklasse 40+ gewann ich souverän. Das war auch nicht schwer, da außer mir niemand am Start war… (jetzt macht der Start bei den Senioren noch mehr Sinn, oder? :)) … Der Plan war den Lauf als „intensives“ Warm-Up zu nutzen. So hatte ich ein paar „halbe“ Wettkampfschießen und die Runde drei mal hinter mir bevor es zu den Senioren an den Start ging. Da war das Rennen auf einmal natürlich ein ganz anderes. In der ersten Laufrunde hing ich mich mit Andi an Martin ran, schoss ganz ok und konnte die Führung übernehmen. Die lies ich mir – soviel vorweg – das ganze Rennen über nicht mehr nehmen, auch wenn es immer relativ eng war. Meistens mit Andi, der aber nicht im meiner Altersklasse startet. Trotzdem sind wir immer wenn wir in einem Wettkampf sind ziemlich Kopf an Kopf unterwegs – so auch diesmal. Am Ende trennten uns nur 4 Sekunden! Das war cool für mich, aber am Ende egal. Entscheidend waren die knapp 25 auf Martin. Die Staffel mit Alice hinten raus war dann das Tüpfelchen auf der Laser-Run Session. Hier konnten wir uns mit rund einer Minute durchsetzen und mein Triple war komplett.
Am Nachmittag folgte dann noch der Obstacle-Laser-Run. Man geht zuerst durch den Hindernisparcours und aus der Zeit dort wird ein Handicap für den Laser-Run errechnet. Ich war zwar vor Roland durch den Obstacle Parcours, aber auch nur, weil ich die Wall am Ende nicht geschafft habe. Er hatte aufgrund meiner Strafzeit 8s Vorsprung, was 16s im Laser-Run bedeutet. Das ist nicht viel und ich konnte mir schlussendlich auch hier den Titel sichern. 4/4 – perfekt würde ich sagen! So könnten DMs immer laufen!
…und wieder zurück…
Ein paar Wochen später stand dann noch Urlaub auf dem Plan. Nur ein paar Tage Bayrischer Wald, da ich den Job wechselte. Tja und was passiert? Am ersten Morgen nach der Ankunft mache ich einen Schritt runter vor der Terrasse auf die Wiese, knicke weg und lieg erstmal am Boden. Long Story Short: zwei Bänder im Sprunggelenk gerissen. Bravo.
Somit erstmal direkt wieder heim und ab ins Krankenhaus, gemacht wurde am Ende aber nix. Orthese bekommen, paar Wochen ruhig. Dann Wechsel auf eine Bandage. Fast Forward: Ich trage die heute immer noch beim Sport… auch nicht Sinn der Sache glaube ich. Termin beim Orthopäden hab ich im September…
… und auf und ab und tralalal
Tja naja also erstmal neuer Job und Sportpause. Insofern gar nicht das schlimmste, weil Einarbeiten schlaucht ja auch. Trotzdem geht einem das schnell auf den Sack. Radfahren ging zum Glück recht früh wieder und mit der Bandage durfte ich nach wenigen Wochen auch wieder laufen gehen, wenn mein Fuß nicht drauf reagiert. Hab ich natürlich gemacht und auch wenn es sich anfangs komisch angefühlt hat ging es recht schnell wieder recht gut. Zwangsweise habe ich natürlich sehr viel locker gemacht, aber mit enorm viel Grundlagentraining habe ich ja schon seeeeehr gute Erfahrungen gemacht. Etwas dumm war vielleicht der Start im Oktober beim Altmühltrail, den ich nichtmal 3 Monate nach der Verletzung durchgezogen habe. Der Lauf im Jahr davor zusammen mit Oli war einer der Schönsten überhaupt bisher … das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ging ja auch alles gut! Dann gab’s danach auch die zweite Ausgabe des Spalter Hügelland Trails, den unsere Ultrasportabteilung ausrichtet. Da bin ich auch wieder gestartet. Aber diesmal auf der Kurzstrecke und das war auch gut so. Danach passierte den Winter über lange nichts. Auch die Bayrische Meisterschaft im Modernen Fünfkampf 2025 habe ich sein lassen. Obwohl es ein halbes Jahr seit dem Bänderriss war wollte ich weder an den Obstacle Parcours und schon gar nicht Fechten. Da fühlte ich mich noch nicht sicher genug (Spoiler: Im Herbst bei der Süddeutschen werde ich wieder mit machen). Das Ziel für das Jahr sind im Schnitt mindestens 50 Wochenkilometer laufen. +X … bisher bin ich voll im Soll und vor allem komplett konstant. Einzig in den Wochen, in denen ich OPs hatte (Zahnimplantat) waren die KM darunter, das konnte ich in anderen aber gut ausgleichen.
…so und so sind wir (fast) in der Gegenwart. Seit vielen Wochen geht alles wieder wie es soll, auch wenn der Fuß im Alltag ab und an noch zicken macht und es immernoch nicht so ist wie es mal war. Aber ich habe mittlerweile das Vertrauen, dass alles hält und das reicht.
Zwei Berichte folgen demnächst, sie wollen nur noch geschrieben werden: Die Deutsche Meisterschaft Triathle, sowie die Deutsche Meisterschaft Laser-Run und Obstacle-Laser-Run. Ich freu mich, ihr freut euch! (Befehl!)
…und was bringt das Jahr sonst noch? Tjoa das ist noch ein wenig unklar. Gemeldet ist der Altmühltrail auch dieses Jahr. Hügelland wäre auch wieder ne Sache. Mal schauen. Dazu wollte ich mit Jörg endlich mal nen Halbmarathon laufen. Vielleicht klappt es ja. Und am Horizont schwebt dann noch die Europameisterschaft Laser-Run (und Biathle/Triathle, obwohl ich wenn überhaupt nur Triathle starten würde) in den Herbstferien in der Türkei. Schauen wir mal. Potenzial für ein paar gute Geschichte ist auf jeden Fall vorhanden! 😀