Deutsche Meisterschaft Biathle & Triathle / Süddeutsche Meisterschaft LaserRun

Woche 4, Wettkampf 4 und der erste große Saisonknaller stand an. im Dreierpack!

Nach zweieinhalb Laser-Run Wettkämpfen in Jena, Schwabach und Regensburg zur „Vorbereitung“ war das Reiseziel in Woche vier die Oberpfalz. Weiden um genau zu sein. Das Schätzlerbad um ganz genau zu sein. Wie schon im letzten Jahr fand hier die Deutsche Meisterschaft im Biathle & Triathle statt, diesmal sogar noch zusätzlich ergänzt um die Süddeutsche Meisterschaft im Laser-Run!

Eine kleine Regelkunde nochmal vorneweg, denn nicht allen wird klar sein, was Biathle und Triathle bedeutet. Laser-Run dürfte mittlerweile klar sein, oder? ODER?! 🙂

Biathle ist ein dreiteiliger Wettkampf bestehend aus Laufen, Schwimmen und Laufen. In meinem Fall über die Distanzen 1600m – 200m – 1600m, was auch der maximalen Wettkampfdistanz entspricht. Alle haben dann eine kleine Kiste nahe dem See, in die alles rein muss, was nicht zum Schwimmen mitgenommen wird (mindestens die Schuhe) und alles raus genommen wird, was man zum Schwimmen braucht (ich z.B. die Schwimmbrille, andere tragen die beim Laufen). Nach dem Schwimmen dann natürlich genau umgekehrt.

Triathle ist einfach gesprochen ein Laser-Run, bei dem nach dem Schießen geschwommen wird. Der Wechsel erfolgt analog zum Biathle, nur eben öfter. In meinem Fall ist das Ganze noch etwas komplizierter, da ich zum Schießen eine Augenklappe an der Cap habe – d.h. ich wechsle zu den Schuhen auch die Kopfbedeckung 😉 Das ganze passiert dann vier mal hin und her – also insgesamt 8 Wechsel, denn die Senioren laufen 600m vorneweg gefolgt von 4 Runden à 10m Schießen – 50m Schwimmen – 600m Laufen. klingt wirr, ist aber eigentlich ganz verständlich, wenn man mal drin ist.

Laser-Run ist dann wieder simpel. 600m Laufen, 4 mal aus 10m Schießen und 600m Laufen, fertig.

Alles klar? Dann weiter im Programm 🙂

Die Vorbereitung

In den Wochen vorher war ich regelmäßig mit den Mädels beim Schwimmkurs und konnte währenddessen selbst immer ein paar Bahnen ziehen. Mein Schwimmen ist ehrlicherweise noch recht übel, aber für kurze Strecken reicht’s. Mittlerweile fühle ich mich beim Kraulen schon ok wohl. Cool oder? Ein Problem hatte ich aber dennoch: In Weiden findet der Wettkampf in einem See statt. Da gibt’s keine Linie am Boden der man nachschwimmen kann. Verdammt!

Also machten wir einen privaten und einen Vereinsausflug zum Rothsee um zumindest ein bisschen ein Gefühl dafür zu bekommen wie das abläuft. Der erste Ausflug fiel ein wenig dem Wetter zum Opfer. Es war leicht stürmisch, kalt und entsprechend waren wir nicht lange vor Ort und noch kürzer im Wasser. Beim zweiten Mal war es zwar auch nicht warm, aber eine schöne Einheit wurde es trotzdem mit ein paar Wechseln und kurzen Distanzen dazwischen. Geschwommen sind wir ein wenig weiter – 200m im See sind was ganz was anderes als 200m im 25m Becken!

Achja: Wechsel! Das größte Problem an der Nummer sind natürlich die Schuhe. Zeit Schnürsenkel zu binden hat man natürlich nicht, aber ich hatte ja Erfahrung vom letzten Mal und natürlich die gleichen Treter wieder ausgepackt. In denen habe ich vom letzten Jahr noch die Gummibändel drin, sodass ich „einfach“ rein/raus schlüpfen kann und trotzdem halbwegs stabil drin stehe. Kennt man vielleicht vom Triathlon die Dinger.

Es klappte soweit alles ganz gut. Der letzte Programmpunkt vor dem Wettkampf war dann die Gegneranalyse. In der Startliste standen bei den Senioren 8 Namen. Acht! In keiner Altersklasse mehr. Ich kannte zum Glück die meisten Namen und sortierte mich an zweiter Stelle ein. Dann stellte ich Nachforschungen über die beiden mir unbekannten Starter an und rutschte mich gedanklich mal eine Stelle zurück. Mein Ziel wäre im Biathle unter 15min zu bleiben. Zu schlagen hätte ich eine 14:20 – vorausgesetzt er könnte die Zeit vom letzten Jahr wiederholen. Wie auch immer, Medaille war das Ziel sowohl im Biathle, als auch im Triathle und im Laser-Run sowieso. So! Genug mit dem BlaBla – FastForward zum…

Raceday Samstag: Biathle

Wettkampfbeginn am Nachmittag bedeutet: Kein Stress am Vormittag. Check-In war um 13:30, wir fuhren ganz gemütlich um 11 los, waren viel zu früh da und standen erst mal vor dem Bad. Bei beschissenen Badebedingungen wurde nämlich penibel darauf geachtet, dass auch wirklich niemand zu früh das Bad betritt, sondern die Veranstalter uns auch tatsächlich erst um 13:30 rein lassen. Ok. So standen wir also vor dem Eingang, wurden nach und nach immer mehr und naja… wir standen da halt 🙂

Als es dann 13:30 war durften wir unsere Bändchen, sowie die „Klebetattoostartnummern“ für die Biathle Einzelläufe entgegen nehmen und uns einen freien Platz im Bad suchen. Naja, wir mussten uns entscheiden wo genau wir unser Zeug hinlegen wollten. Kurz darauf kam dann Robin auf mich zu. Kurz zurück gespult: Robin wurde erster Deutscher Meister im Laser-Run, ist irgendwie im Verband aktiv und kam zu mir, weil er für alle die Interesse hatten den neuen Pentasuit des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf per Sammelbestellung geordert hat. Ein Pentasuit ist im Prinzip nichts anderes wie ein Triathloneinteiler, nur ohne das dünne Sitzpolster. Denn Rad gefahren wird ja nicht 😉 Fun-Fact am Rande: Der Pentasuit gilt soweit ich weiß offiziell nur für internationale Biathle und Triathle Wettkämpfe, denn für den Laser-Run hat der Deutsche Verband andere Verbandskleidung definiert. It’s complicated. Genauso, dass man sich als „Breitensportathlet“ selbst um die vorgeschriebene Verbandskleidung für internationale Wettkämpfe kümmern muss. Aber die Geschichte erzähle ich wann anders. Aber nun erstmal – das gute Stück in all seiner Pracht 😅:

 

Es war also angerichtet und von nun an hieß es: warten. Erst waren wie üblich die Kids an der Reihe. Leider waren diesmal eher wenige Kinder anwesend. Im Grunde kann man sagen, die teilnehmenden Vereine haben sich fast die Altersklassen aufgeteilt. Katzwang die Jüngsten. die SG Hohenneudorf ein bisschen die Folgenden und die Truppe aus Bonn reiste mit einer U15 Mannschaft an. Entsprechend waren es nicht so die spannenden Duelle in den ersten Läufen, aber nahezu alle hatten ihre Erfolgserlebnisse – ist doch auch schön! 🙂

Irgendwann machte ich mich dann bereit und ging an die letzten Vorbereitungen. Anzug anziehen, kurz einlaufen und nachdem der vorherige Lauf durch war meine Schwimmbrille in die Wechselbox legen. Ich hatte mich (ich glaube als einziger) dagegen entschieden die Brille gleich beim Laufen aufzulassen. Aber mit Startnummer 9 schätzte ich den Weg von Box zu Wasser als lange genug ein um die Brille während des Laufens ins Wasser aufzusetzen. Mit Brille laufen hatte ich noch nie versucht und entsprechend war ich mir Unsicher wie die Brille sich da verhalten würde. Mit beschlagenen Gläsern wollte ich mich schließlich nicht herum schlagen. Auf dem Weg zur Startlinie kam mir die Anzahl der Leute ein wenig komisch vor. Von Tobi wusste ich, dass er krankheitsbedingt ausfallen würde, aber auch die beiden Starter die ich nicht kannte waren nicht da. Beim einen habe ich mitbekommen, dass er eine Verletzung hat und nicht antreten konnte, vom Anderen weiß ich nichts. Wie auch immer – das änderte mein internes Ranking komplett und ich sah mich gedanklich auf einmal um den Sieg kämpfen. Zumindest wenn alles optimal läuft. Uiuiui!

Auf los ging’s los! Und zwar volle Kapelle! Die Strecke geht vielleicht 100m geradeaus, dann um eine kleine Säule 180 Grad zurück. Hier war es sehr eng, ich lief den Bogen etwas großzügiger und sortierte mich im Feld ein. Vorneweg rannte Maurice, der in seinem letzten Juniorenjahr ist vorneweg, dahinter das Seniorenfeld. Ich sortierte mich an ungefähr dritter Gesamtstelle hinter Robin ein. Man lief einmal um den See um eine weitere Wendemarke und von dort wieder zurück. Das Ganze zwei Mal. Als es auf die zweite Runde ging zog ich an Robin vorbei. Ich weiß, dass ich nicht der begnadete Schwimmer bin und wenn ich was reißen wollte, dann im Laufen. Aber auch Robin war gut drauf. Ich hörte ihn noch eine ganze Zeit hinter mir, kam aber nicht sooo sonderlich weit weg. So wie Maurice vorne zum Beispiel 😉 Macht aber auch nichts. zum Rest des Feldes hatte ich einen größeren Vorsprung und zumindest 20-25m auf Robin. Nach dem zweiten Durchgang ging es statt links rum um den Wendepunkt nach dem Start nach rechts zum See.

Box angesteuert, Box gefunden. Schuhe runter und rein in die box (wichtig!), Brille raus und ab die letzten Schritte zum See. Währenddessen Brille auf, fertig sein, bevor die grünen Bojen kommen (ab da muss man Schwimmen) und PFLATSCH rein ins Wasser! Die Seetemperatur war ok, aber das war jetzt auch mein geringstes Problem. Ich wollte einfach nur voran kommen, am besten in die richtige Richtung (Im See ist das was ganz anderes als im Bad mit der Linie am Boden ;)) und wenn’s ideal läuft vorne bleiben. Ideal lief es so ungefähr 50m. Die schwimmt man geradeaus an zwei Bojen vorbei. Dann geht es 90° nach links, nochmal 50m und in einer Diagonalen wieder zurück zum Schwimmstart. Ungefähr beim ersten Knick spürte ich eine Hand an meinem Fuß, Robin war also da. Etwas früh für meinen Geschmack. Er zog recht schnell nach der Kurve vorbei, aber spätestens bei der zweiten Wendeboje konnte ich nicht mehr mit halten. Etwas mehr als die Hälfte der Schwimmstrecke hatten mich echt zerstört. Ich versuchte alles um irgendwie dran zu bleiben, aber das ist keine gute Idee, weil man viel zu viel Kraft verliert, als dass es einem etwas bringt. Ich kam irgendwann an Land an, da war Robin schon mit dem Wechsel fertig und auf der Laufstrecke. Das hole ich nicht mehr ein, aber nach hinten drohte auch keine Gefahr mehr. So konnte ich mir sogar einen beschissenen Wechsel leisten (ich kam nicht in den Schuh) und den zweiten Platz trotzdem ungefährdet heim laufen. GEIL!! VIZEMEISTER VIZEMEISTER, HEY, HEY!!! Sorry, geht schon wieder 🙂 Der Abstand betrug ungefähr eine halbe Minute. Beim zweiten Laufen kam nichts mehr dazu, aber vielleicht lief Robin auch nicht mehr voll.

Vizemeister. Yeah!

Aufgrund von Unwetterwarnungen wurde angekündigt, dass am Sonntag sowohl Triathle, als auch die Süddeutsche Meisterschaft im Laser-Run in einem gestrafften Zeitplan stattfinden würden um möglichst früh am Nachmittag – vor den Gewittern – fertig zu sein. Das war mir recht. Da ich keine Staffeln lief war für mich dennoch genug Zeit zwischen den Läufen. Zufrieden ging es am Abend in die Blockhütte, wo wir mit ein paar anderen übernachteten. Am Abend begannen auch schon die Gedanken an den Triathle zu kreisen: Das Teilnehmerfeld würde gleich sein. Ich müsste also „nur“ 30 Sekunden in 4 Schießeinlagen raus holen. Und vielleicht verliere ich auf 4* 50m Schwimmen ja auch weniger, als auf 1 * 200m? Wie immer mangelt es mir nicht an positiven Gedanken und Selbstüberschätzung 😉

 

Raceday Sonntag: Triathle & Laser-Run

Der erste Tagesordnungspunkt nach dem Frühstück und der Ankunft am Bad war: der Aufbau! Das Schießstandgerüst stand schon am Vortag, es mussten nur noch die Ziele und Displays angebracht, sowie verkabelt werden. Außerdem war es recht windig, sodass in alle Streckenbegrenzungen (das waren so Styroporprismen) Steine rein gelegt wurden, damit es die nicht davon weht. Der weitere Ablauf war dann genauso wie am Vortag: Erst die Jugend, dann umziehen, Einlaufen und an die Startlinie. Während des Einlaufens habe ich mich an meine Probleme beim Anziehen der Schuhe im Biathle erinnert und die Schnürung etwas gelockert. Laufen ging immer noch gut, das Reinschlüpfen aber deutlich besser.

Neben den bekannten Gesichtern vom Vortag war noch Richie dabei, der erst Sonntag in den Wettbewerb eingreifen konnte. Nach einer kurzen Diskussion am Start wie denn jetzt das Wettkampfformat wäre ging es auch los. Also. Irgendwie. Denn die Tröte hat versagt, was zu einer Art Wellenstart mit verdutzten Gesichtern führte, da das Startkommande erst nach und nach durch die Reihe sickerte. Zumindest bei mir sorgte das für  recht gute Laune, denn durch sowas bin ich einfach zu erheitern 🙂

Entscheidend war das alles natürlich nicht. Wir sortierten uns ähnlich wie am Vortag auf der Laufstrecke ein. Maurice vorne weg, Robin und ich dahinter. Der Wendepunkt war ein Stück weiter vorne – statt 2*800m bestand eine Laufrunde ja nur noch aus 600m und entsprechend dicht gepackt ging es zum ersten Schießen. In den Gedanken vom Vortag war das ja meine Chance, in der Realität war es das leider nicht.

Robin schoss nahezu perfekt, ich dümpelte irgendwo bei 25s herum. Tja nun. Ich ging also mit gehörigem Abstand aber glaube als zweiter der Senioren ins Wasser. Natürlich holte ich nichts auf. Der Wechsel klappte dafür ohne Probleme und ich machte mich auf die Verfolgung.

Das klappte so lala. Ich kam zum Schießen gelaufen, da war Robin schon fast fertig. Als ich dann zu Schießen begann war er es. Das ist natürlich Gift, weil man versucht besonders schnell zu machen um möglichst wenig Rückstand zu bekommen. Und das geht natürlich nach hinten los. zwischendurch musste ich sogar laut fluchen… Die Schießzeit war am Ende bei rund 30 Sekunden. Indiskutabel. Also auf ins Wasser. Nach vorne ging natürlich nichts mehr, nach hinten hatte ich keinen Plan. Als ich aus dem Wasser kam war Constantin mit mir am Wechsel… damit hatte ich nicht gerechnet und entsprechend musste ich weiter auf’s Tempo drücken. Zumindest läuferisch gelang mir das gut und jetzt klappte auch das Schießen endlich mal. Von nun an war das Rennen für mich recht unspektakulär. Weder nach vorne noch nach hinten ging irgendwas. Als ich das vierte mal aus dem Wasser kam war ich trotzdem irgendwie verpeilt. ich setzte sicherheitshalber mein Cap mit Augenklappe nochmal auf und fragte nach draußen ob ich nochmal schießen muss. Es ist schon krass wie mich dieses bisschen zusätzliche Schwimmen noch fertig macht. Zum Glück musste ich nicht mehr! Auf der Runde konnte ich noch mit Robin abklatschen, der den Sieg natürlich ungefährdet heim lief und ich konnte mir die zweite Vizemeisterschaft sichern. Krasser Scheiß!

Mir ist durchaus bewusst, dass das niemals so geklappt hätte, wenn alle die gemeldet waren auch fit am Start gewesen wären. Aus eigener Kraft hätte es vielleicht(!) zu Bronze gereicht. So realistisch muss ich sein. Aber für einen alten Mann bei den jungen Hüpfern ist das schon ganz ordentlich 😉 Vor allem nächstes Jahr, wenn Maurice auch bei den Senioren startet, werde ich nach vorne hin kaum noch Land sehen. Nun gut, eigentlich hatte ich gedanklich dieses Jahr bereit als erstes Übergangsjahr zur 40+ eingeplant. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Einen schlagen kann nur, wer auch am Start steht (/stehen kann) und vielleicht kann ich ja auch noch ein wenig für Überraschungen sorgen! 🙂

… Womit wir beim Laser-Run angekommen wären!

Die Süddeutsche Meisterschaft fand in unserem Feld ohne Robin statt, der sich nach dem Triathle mit der Berliner Truppe genauso auf den Heimweg gemacht hat genauso wie auch Maurice. Folglich war mein Auftrag klar: den Lauf gewinnen. Nach den Ergebnissen von Biathle und Triathle war das natürlich mein Ziel. Statt im Pentasuit ging es diesmal in Singlet und Shorts an den Start und statt Barfuß in nassen Schuhen hatte ich frische trockene eingepackt. Sogar an Laufsocken hatte ich gedacht! Geil! 🙂 Das Vorgeplänkel lies ich gleich – wieder eine Runde um den Badesee einlaufen. Naja, nicht ganz diesmal. ich merkte die beiden Wettkämpfe (am Ende waren es auch 6400m vollgas Rennen und 400m Schwimmen) in den Knochen. Da Andere aber auch noch Staffeln in den Beinen hatten sah ich das sogar als Vorteil für mich an. It’s a Mental Game! 😉

Also dann. Nach dem Laufen an den Schießstand, noch ein paar Scheiben schießen, in den Schießstand einlaufen üben. Läuft! Dann ab zum Start und ab die Post!

Wie schon die Woche in vorher in Regensburg durfte Hermann das Tempo auf der ersten Runde machen. Das traf er für meinen Geschmack wieder sehr gut, hinten raus hatte ich dennoch kurz überlegt vorbei zu ziehen, hielt mich aber zurück. Als es dann zum ersten Schießen ging, ging die Party los.

 

PENG! PENG! PENG! PENG! PENG! Fünf Schuss, fünf Treffer, 8,9 Sekunden. BÄM!

Faust geballt, fettes Grinsen im Gesicht. Beim Rauslaufen an den Zuschauern / anderen Sportlern vorbei war das Erstaunen bei allen genauso groß wie bei mir: „DA! DA! DA! HABT IHR DAS GESEHEN??“ Hab ich raus gebrüllt und auf das Display gezeigt. Krasser Scheiß! Beflügelt ging es auf die Strecke – natürlich mit ordentlich Vorsprung und entsprechend alleine zum zweiten Schießen.

 

D’Oh! PENG! PENG! PENG! PENG! PENG! Ein Fehler, 11,1 Sekunden. w0000h00000!!!

Faust Nr. 2! Unglaublich! Natürlich durfte ich mir anhören, dass ich das fei schon mal besser gemacht hab! Grüße, Schatti! 😉 Aber hey. Stimmt ja! Weil’s so schön war wollte ich das nach der Runde natürlich nochmal haben.

 

Bekam ich aber nicht hin. Ich hatte die ersten drei verschossen, dann aber vier Treffer in Folge und bin mir bis heute sicher, dass der Fünfte dann auch drin war. Das hat zumindest Roland außen auch so gesehen – Videobeweis anbei 😉 Ich wollte die Pistole schon hin legen, das Lämpchen wurde aber nicht grün. Verflucht! Statt nach ca. 15s raus zu kommen war ich aus dem Rhythmus und verballerte ein paar weitere Schüsse. Am Ende hatte ich dann 27,3 auf der Uhr. Gnoa, kacke, aber zu verschmerzen. „In der Zeit schaffst du sonst zwei Schießen! Locker!“ … Jaaaa, auch richtig! 😀

Die Laune war trotz dieser Einlage prächtig. Der Vorsprung war groß, das Laufen fiel natürlich entsprechend leicht. Schießen 4:

 

PENG! PENG! PENG! PENG! PENG! Fünf Schuss, fünf Treffer, 9,4 Sekunden. BÄM! BÄM! BÄM! WAS IST DENN HIER LOS?!

Faust Nummer 3 in der Luft und ab auf die Ehrenrunde. Das Grinsen wurde immer breiter, ich bin wahrscheinlich noch nie so leicht 600m gelaufen. Nach etwas über 11 Minuten hatte ich meinen besten Laser-Run überhaupt beendet. Aber auch die anderen hatten starke Ergebnisse. Hermann kam als Zweiter eine Minute nach mir ins Ziel mit in Summe fast genauso guten Schießzeiten. Hut ab!

Mit den folgenden Staffeln und der Siegerehrung ging dann ein grandioses Wettkampfwochenende zu Ende! Wir halfen noch ein wenig beim Abbau und machten uns dann, mit kurzer Verpflegungspause bim goldenen M auf den Heimweg.

Weiter geht es exakt einen Monat später bei den Deutschen Meisterschaften im Laser-Run „zu Hause“ in Nürnberg. Mit diesen Schießzeiten muss ich mich vor niemandem verstecken. Das Problem an der Sache ist nur: Ich muss die Zeiten erstmal ein zweites Mal im Wettkampf bringen!

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