LittleMammut Rhein-Main

Kinder halten einem oft den Spiegel vor. In der Regel unbewusst, mit steigendem Alter dann auch ab und zu mal mit Absicht. Glaube ich. Egal. Bei uns stand (in beginnender jährlicher Tradition?! ;)) ein Mammutmarsch auf dem Plan! Nachdem wir letztes Jahr die 100km im Süden Münchens unter die Füße genommen haben, haben wir uns diesmal für „ein kleines Mammut“ entschieden. LittleMammut Rhein-Main. 55km durch die Weinberge bei Mainz/Wiesbaden.

Die Kiddies haben wir am Abend vorher zu den Großeltern gebracht. Unser Großer hat darauf spekuliert, dass sie gleich zwei Nächte dort schlafen dürfen, da wir ihnen gesagt haben: „Je nachdem wie spät wir heim kommen holen wir euch am Abend noch. Wenn wir vorher aussteigen und früher kommen sammeln wir euch noch ein.“ Das hat unser Großer gar nicht kapiert: „Wieso sollt ihr das nicht zuende machen? Ich seid doch letztes Jahr 100km gewandert!“. Tja, da war er, der Spiegel. Irgendwie war es gedanklich nämlich auch für uns ein „Selbstläufer“. Am Morgen vorher bin ich noch schön einen Trainingshalbmarathon gelaufen und am Nachmittag zum Laser-Run Training. Wir hatten exakt 0 Wander-Trainingskilometer in den Beinen, denn letztes Jahr haben wir gelernt:  die Lauferei bringt einem für die Wanderei mal schön gar nichts. Aber trotzdem war’s auch in unseren Köpfen irgendwie ein: „Hey, was soll uns die halbe Strecke denn ab können, wenn die 100 doch auch gingen?!“ Je nach Betrachtungsweise kann man das positiv – selbstbewusst, oder negativ – überheblich nennen.

#vonwegenlittle …

Wir hatten also unser Gepäck auf den letzten Drücker zusammen gesucht, sind mit den Kindern erst zum Sportplatz (Laser-Run), dann zu den Großeltern. Dort haben wir noch gemeinsam eine Pizza gegessen (und ich als Verpflegung eingepackt) und sind dann um ca. 18:30Uhr Richtung Mainz gefahren, wo wir knapp 4km vom Start entfernt eine Unterkunft gebucht hatten. Die Fahrt ging absolut stressfrei und problemlos und nach einem kleinen Stop beim McDonald’s in Mainz (Salztütchen holen – neben der Pizza war das der zweite Erfolgsgarant vom letzten Jahr) waren wir um ca. 21 Uhr am Hotel. Der Check-In war geil: an der Haustür hing ein Kasten mit Nummerntastatur – da musste man seinen Pin eingeben, den man gemailt bekommen hat und ein Schlüssel flog aus dem Kästchen! Rein zur Tür, fertig!

Als letzte Amtshandlungen des Tages haben wir noch nen Happen gegessen, unsere Kleider für die Wanderung raus gelegt (gemerkt, dass DiesDas fehlt – vor allem bei Chrissy), alle Geräte an die Steckdose gesteckt (naja, fast alles – meine Uhr konnte ich erst nach ner halben Stunde hin hängen, schneller hab ich das Kabel nicht gefunden … aber immerhin 😉 ) und schonmal soweit möglich alles zusammen gepackt. Der Wecker stand auf 6:45Uhr, um 7:30Uhr wollten wir am Start sein – das sollte alles ganz gemütlich klappen. Der Speiseplan für den nächsten Tag hielt einiges für mich bereit (Spoiler: die Nüsse habe ich diesmal nicht angerührt… ):

+ 1 Pizza + „Snacks“ an den VPs

Am nächsten Morgen dann raus aus den Federn, Füße getaped – Wir sind beide mir diversen WehWehchen (Chrissy mehr, ich weniger) am Geläuf angereist … „Überheblichkeit“ und so…, Wanderklamotten an, „ausgecheckt“ (=Schlüssel im Zimmer liegen lassen und zu ziehen :)) und ab zum Schwimm-Club Wiesbaden, auf dessen Gelände Start- und Ziel aufgebaut waren. Schon beim kurzen Weg von der Unterkunft zum Auto wurde klar: das Wetter meint es nicht gut mit uns. Es war richtig frisch, stark bewölkt und die Wolken drohten mit Regen… Chrissy hatte vor der Anreise schon eine Parkmöglichkeit ausgekundschaftet, die sich als sehr gut erwies. Nachdem wir geparkt hatten kamen wir wenige Minuten später mit unserem Gepäck am Gelände an, holten uns unser Startbändchen, Strecken- und „Trophäenheft“ und schauten uns etwas um. Es waren nur rund 45 Minuten bis es los ging – da es im Gebäude zu warm und außen gerade so nicht zu kalt war, war es auch gut, dass wir nicht wie im Vorjahr mehrere Stunden überbrücken mussten. Vor Ort gab es ein riesiges Frühstücks(kuchen)buffet! Leider war das nicht angekündigt, sonst hätten wahrscheinlich viel mehr Leute zugeschlagen. Im Gegenteil: Es hießt explizit, amn soll mit vollem Magen kommen, weil es nichts gibt! Das ist doppelt schade – nicht nur um das Essen an sich, die Einnahmen waren für die Gastgeber vom Schwimmclub, die auch als Helfer an den VPs dabei waren. Schade, aber so war zumindest die Hoffnung, dass es im Ziel noch Kuchen geben wird!

Wir setzten uns noch eine Weile hin, beobachteten so das Startfeld – es waren ja im Moment nur 55km StarterInnen da, die 30km gingen erst 2,5h nach uns auf die Strecke – und wir wunderten uns wie viele Menschen hier rauchten und sich schon das erste nicht(!) alkoholfreie Bier genehmigten. Von Laufveranstaltungen kennt man das ja eher so gar nicht, aber gut. Chrissy hatte vor dem Start aufgrund der angeschlagenen Füße erste Zweifel am Ausgang der Wanderung. Nachdem ich meinte, dass wir uns einfach gegenseitig in den Arsch treten fiel von ihr der Satz des Tages: „Der Kopf ist der einzige dem man in den Arsch treten kann, dem Körper nicht!“

Wir knipsten noch ein paar Pre-Race-Fotos und waren froh, als wir alle in den unmittelbaren Startbereich gebeten wurden und es gleich los gehen sollte! Rucksack gesattelt, Uhren auf Start, rein ins Getümmel und nach einem sehr kurzen 5 Sekunden Countdown weil die Musik zu lange lief ging die Meute auf die Strecke!

Diese führte einmal um das Hafenbecken herum, zum einzigen „Anstieg“ für die ersten gut 10km über eine Brücke zu einem Uferweg am Rhein. Der Weg war richtig schön, noch viel schöner wäre er gewesen, hätte es nicht nach wenigen Minuten zu regnen begonnen. Chrissy hatte nur eine kurze Hose eingepackt, die richtige Regenjacke vergessen und nur einen Plastik-Festival-Poncho dabei. Party-Hard bei Dauerregen und 15 Grad mitten im August! Der Regen verzog sich immer mal wieder, nur um dann nochmal mit Macht zurück zu kommen. Poncho/Laufregenjacke an, Poncho/Laufregenjacke aus – immer schön im Wechsel. Dennoch lief alles soweit so gut, der Regen störte mich nicht weiter, er war halt da!

 

Wir liefen so am Rhein entlang. Durch den Dauerregen war den Boden auf den nicht asphaltierten Teilen teilweise ziemlich matschig und meine Laufschuhe rutschten unter mir das ein oder andere mal weg, aber auch das ging soweit ganz gut. Es ging vorbei an diversen Prachtbauten in richtung Eltville und als wir so am Ufer der Stadt entlang liefen wurde einem erstmals die „Weinregion“ als solche bewusst. Wein, Wein, Wein, überall. Weinpflanzen, Wein auf Schildern, Wein auf Plakaten, Weinfest hier, Weinfest da. Krass. Ich dachte Bayern und Bier wäre irgendwie schon „verbunden“, aber die Region hier und der Wein sind es nochmal ein vielfaches mehr!

Die 10km hatten wir hinter uns gelassen, so langsam lockerte sich auch die Wandergruppe etwas auf – bis hierhin war alles schon noch enorm dicht beeinander. Klar – der Tempounterschied von vorn (etwas über 6-6,5 km/h vielleicht?) zu hinten (3,5-4 km/h?) ist jetzt nicht so riesig. Da dauert es ganz schön lange bis sich die Gruppe nach und nach auflöst…

Nachdem wir noch ein paar Straßen der Stadt durchwanderten ging es dann auch in die Weinberge hinein. Wir hätten im Lemming-Modus zwar die Abzweigung fast verpasst, da der Orientierungspfeil auf der anderen Straßenseite war und wir – aufgrund der großen Gruppe – unsere Routing-App Komoot noch nicht angeschmissen hatten. Zum Glück lief aber hinter uns ein aufmerksamer Kollege und rief uns allesamt zurück. Es sollte nicht das letzte mal sein, dass irgendwer irgendwas verpasste, wir hatten aber auf der ganzen Strecke nur zwei mal wirklich Probleme mit der Streckenkennzeichnung, ansonsten war sie wieder vorbildlich über die komplette Distanz!

In den Weinbergen begann dann die eigentliche Herausforderung. Es wurde sowohl vom Untergrund (sehr unebener Weg, teils mit größeren Steinen), aber auch vom Höhenprofil her anstrengend. Etwa 20% der Strecke hatten wir zurück gelegt, aber irgendwie war uns zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht klar, dass wir von nun an nur noch hoch oder runter, aber kaum noch im Flachen laufen würden. Belohnt wurden wir aber erstmal mit schöner Landschaft mit Blick über den Rhein. Der erste „knackigere“, aber eigentlich recht kurze Anstieg folgte, aber das war kein großes Problem, da im Prinzip der erste VP nur knapp 2km entfernt auf uns wartete und schon als erstes Ziel lockte! Ein ganz anderes Problem kam allerdings bei mir auf: Mein rechtes Knie begann zu schmerzen. Diesen Schmerz hatte ich bereits bei einer unserer Probewanderungen vor den 100km im letzten Jahr, damals aber erst nach knapp 30km und ich entschied mich damals in dem Moment, dass ich mit Stöcken laufen muss. Ich hatte sie natürlich auch diesmal dabei, aber ich wollte wie beim 100er damals bis zum ersten VP ohne laufen – im Startgetümmel sind die Dinger nur im Weg und damals brauchte ich sie ja bis da hin auch nicht. Es war auch soweit ok, ich lief etwas krumm und bis auf einen Schritt in dem der Schmerz richtig rein stach war auch alles gut.

Trotz dauerhafter leichter Schmerzen im Knie kamen wir nach ziemlich exakt 2h 30 Minuten am VP an. Wir füllten nu kurz Getränke auf, schnappten uns nen Happen zu essen (Banane, Müsliriegel, Katjes(!)-Gummibärchen), packten die Stöcke aus und marschierten weiter. Diesmal konnten wir andere vom falschen Weg abhalten, da wir den Pfeil entdeckten und den anderen, die dran vorbei gelaufen sind hinterherriefen.

Die nächsten 15km brachten uns vier Anstiege, zwei davon nicht nur relativ steil, sondern auch ganz schön lang. Schlimmer als der Weg nach oben war aber der jeweilige Abstieg runterwärts, der uns beiden ganz schön zu schaffen machte. Chrissy mit den Füßen, mir mit dem Knie, es war nicht schön, entsprechend langsam ging es auch abwärts. Zwischendurch verfluchte ich meine Schuhe, weil ich auf dem nassen/weichen Untergrund immer wieder wegrutschte.

Ungefähr bei der Halbmarathonmarke hat eine Wirtschaft – offensichtlich extra für uns – einen Tresenwagen aufgebaut und einen mobilen Verkaufsstand für uns alle vorbereitet – Müsliriegel, Brezen, natürlich Wein, alles war im Angebot 🙂 Wir brauchten aber nix, es handelt sich ja schließlich um einen Selbstversorgerlauf, und machten uns nach dem Abstieg wieder auf den Weg hoch. Der Anstieg war ein langer, der Abstieg danach eher kurz, dafür steil und wir kamen an die einzige Stelle, die etwas komisch markiert war. Wir interpretierten den Pfeil als „nach rechts“, andere offensichtlich auch, aber es handelte sich um einen: „geh nach links, dann über die Straße“-Pfeil. Denn da über der Straße war die Aufteilung der 30km und 55km Strecke (wir durften nämlich 3 oder 4 extra Schleifen laufen). Also kurz zurück, nachdem wir wenige Meter falsch gelaufen waren und auf die richtige Strecke. Natürlich ging es wieder (lang) bergauf durch die Weinberge. Laut runalyze war das mit knapp 4,5km der längste Anstieg der Wanderung, dafür sollte uns direkt nach dem folgenden Abstieg der nächste VP bei km30 erwarten. Er kam zwar etwas später (auf der Uhr bei 31km), aber das 30km Schild stand direkt am VP… wie auch immer 😉

Wir freuten uns über unser Essen (Chrissy Pestonudeln, ich Pizza), das angebotene Obst, die Kekse und die Gummibärchen! Wir setzten uns hin und entspannten kurz, füllten die Tanks auf (Wasser, eine Flasche machte ich mit Iso voll), Chrissy schnallte Beinlinge über und nach einem kurzen Dixi-Stop ging es auf die vorletzte Etappe. Einlaufen war nicht drin, da es sofort direkt eine Rampe hoch ging. Wie gesagt – Ebene ist nicht: hoch oder runter! Wir überquerten den Berg wieder in die andere Richtung und liefen jetzt dem 30km-Feld entgegen.

 

Schöner Ausblick, bedrohlicher Himmel

Nach dem Abstieg waren wir wieder in der Ortschaft an der Stelle, an der wir uns vorhin fast verliefen, drehten ab, erklommen die Gegenseite des Tals (auch im Ort ging es hoch ;)) und drehten eine Schleife in die andere Richtung. Dieser Abschnitt ging nicht ganz so steil und lang hoch und runter, dafür blies mittlerweile der Wind durch die Weinreben und es nieselte weiterhin ab und zu. Wir waren ja von Anfang an schon ganz schön durchnässt, der Wind war die nächste Stufe der Natureskalation. Es ging jetzt mehr wellig als Steil dahin, aber trotzdem weiterhin anspruchsvoll. Ich schaffte es auch das ein odere andere mal umzuknicken, es ging aber immer problemlos weiter.

Wir erreichten km 40 und es war nicht mehr weit zur nächsten Rast. Runterwärts wurde immer schwieriger für uns beide, flach und hoch ging dagegen weiterhin gut. Zum VP ging es glücklicherweise wieder bergauf, vorbei an den offiziellen Fotografen und kurz danach waren wir wieder am VP (VP2 und VP3 waren identisch).

Bis auf unsere Probleme mit den Haxen war soweit alles tip top. Ich verdrückte die letzten Reste Pizza, Chrissy die Nudeln. Wurde ihr am VP 2 das Spezi vom SchwimmClub noch verwehrt („Der Veranstalter sagt wir dürfen leider keine Getränke verkaufen“) hat sich das während wir unterwegs waren anscheinend soweit geändert, dass sie das Spezi verschenken „durften“ und Chrissy kam freudestrahlend mit einer Flasche in der Hand zurück! (Und ließ dafür eine kleine Spende beim Schwimmclub – was natürlich völlig ohne Zusammenhang zum Spezi zu betrachten ist!! 🙂 ) Ich füllte diesmal zwei Flaschen mit Iso, schnappte mir wieder diverse Kekse, Gummibärchen und Obst und wir machten uns wieder recht flott auf zur letzten Etappe. Nur noch gut 10km und wir sollten im Ziel sein, bis hier hin lief soweit alles gut, also auf ins Ziel!

Wie nach VP 2 ging es wieder direkt steil bergauf, direkt bergab und rumms, wieder hoch in einen steilen Weinberghang. Hier oben waren wir dann am Goethestein angekommen – tolle Aussicht, aber mittlerweile hatten wir nicht mehr wirklich den Blick dafür. Also schnell ein paar Bilder gemacht und wieder – runter, na klar!

Hier war die letzte Abzweigung der 30er, die uns bemitleideten für die extra Schleife die wir noch zu gehen hatten, aber irgendwie war das für meinen Kopf immer noch kein Problem. Durchweg war ich mental immer da, immer positiv und frohen Mutes, die letzten 8km anzugehen. Wir kamen ein letztes Mal durch eine kleine Ortschaft und danach auf einen schönen Waldweg. Den letzten verzeichneten Anstieg haben wir irgendwie auf der Karte viel schlimmer gelesen, als er in Wirklichkeit war, nur der dann beginnende Abstieg bis ins Ziel hatte es nochmal enorm in sich! Ab kurz vor km 50 begann der letzte Abstieg der teils so steil war, dass wir nur noch in Tippelschritten runter kamen. Die Beine waren wirklich am Ende, Kilometer 52 war der langsamste „Nicht-VP-Kilometer“ den wir gelaufen sind, aber es war dennoch spätestens seit dem letzten VP irgendwie klar, dass raus gehen keine Option mehr ist (war das überhaupt irgendwann eine Option bei uns? Ich glaube nicht ;)). Wir quälten uns also runter. Die anderen um uns herum hatten ähnlich zu kämpfen und ich war so froh wie noch nie ein Maisfeld zu sehen, denn da war klar: wir sind aus den Weinbergen raus, jetzt geht es „nur“ noch in Richtung Ziel und das hoffentlich wieder halbwegs flach. Es waren noch rund 2,5km. Es war flach. Die Strecke stiefelten wir wieder halbwegs ordentlich runter und hatten das Veranstaltungsgelände im Blick (und im Ohr). Noch einmal kurz zum Hafenbecken runter und die ersten Meter wieder zurück. Ca. 19:10 Uhr, Ziel! Geschafft!!

Absolut fertig nach den 55km (laut Uhr 55,55km und über 1000 positive HM) holten wir unsere Medaillen, Finisherbändchen und Urkunden ab, ließen unsere Trophäenpass stempeln (und den Marsch vom letzten Jahr nachtragen), schnappten uns ein alkoholfreies (! ;)) Bier und machten noch unsere Finisher-Fotos an der Fotowand.

Wir waren erledigt. Ich freute mich unterwegs schon auf den Kuchen, der hoffentlich da war und wir hatten mehr als Glück – es war noch massig vorhanden 🙂 Wir schnauften durch, blieben innen kurz sitzen, machten uns dann aber direkt auf den Weg zum Auto. Es regnete wieder stärker, es war ohne die Bewegung kalt und leider wäre so das Sitzen außen ziemlich ungemütlich. Nachdem wir uns aus den Wanderkleidern raus und in die normale rein gequält hatten machten wir uns auf den Heimweg. Während der Heimfahrt stellten wir beide noch fest, dass das „Glücksgefühl“ diesmal bei weitem nicht mehr so stark war wie letztes Jahr. Im Nachhinein würde ich auch mit knapp einer Woche Abstand noch sagen, dass die Strecke ähnlich anspruchsvoll war wie die 100km, aber natürlich deutlich kürzer. Vielleicht lag es daran, dass wie erwähnt vom Kopf her die Herangehensweise mehr eine „Pflichtaufgabe“ war als eine möglicherweise nicht zu schaffende Herausforderung. Ich bin trotzdem mächtig stolz, dass wir das Ding unterm Strich doch so souverän runter gelaufen sind, auch wenn wir die ein oder anderen Probleme bekommen haben. Oder die mitgebrachten verstärkt haben. Oder durch etwas unachtsame Planung selbst herbeigerufen haben.

Wie auch immer.

Dem Kopf musste ich nicht in den Arsch treten, den körperlichen Problemen konnte ich mental begegnen und Gegensteuern, wir sind beide ins Ziel marschiert – insofern war es ein fantastischer Ausflug in die Hessischen Weinberge!

 

Die Kinder durften übrigens nochmal bei Oma & Opa schlafen 😉

 

Streckenplan

 

Im Schnitt 5,2 km/h incl. Pausen und den Problemen gerade am Ende ist doch richtig ordentlich!

 

Nach dem Einrollen: nur noch Hoch/Runter

 

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